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Dehydrationsprophylaxe

Dehydration

Dehydration bezeichnet einen Wassermangel des Körpers. Die Folge: Der Körper trocknet aus und sämtliche Stoffwechselvorgänge verlangsamen sich. Es kommt zu Verwirrtheitszuständen,  Antriebs- und Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche und Verdauungsproblemen. Ursachen einer Dehydration können Flüssigkeitsverluste durch beispielsweise Durchfall oder eine verminderte Flüssigkeitsaufnahme  sein. Insbesondere alte und alkoholkranke Menschen trinken oft zu wenig, da sie nur selten ein Durstgefühl verspüren. Leidet ein Mensch an Harninkontinenz, versucht er oder sie häufig das Einnässen durch weniger Trinken zu vermeiden. Auch starkes Schwitzen, Schluckstörungen und Infekte begünstigen eine Dehydration. Ist ein Klient so sehr in seiner Bewegung eingeschränkt, dass er nicht nach dem Getränk greifen kann, steigt das Risiko, nicht genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ebenfalls signifikant.

 

Wie macht sich eine Dehydration bemerkbar?

Es gibt eine Vielzahl von Symptomen, die auf einen Wassermangel hindeuten. Ein trockener Mund inklusive einer trockenen Zunge, ein fehlender Speichelsee unter dem Zungengrund und damit verbundene Schluckstörungen lassen auf eine Dehydration schließen. Die Haut ist in diesem Fall über Stirn und Brustbein besonders gespannt. Außerdem scheidet der Klient deutlich weniger, dafür aber stark konzentrierten Urin aus. Auch Achsel- und Fußschweiß nehmen ab. Manchmal sind zusätzlich  Gewichtsverluste zu verzeichnen.

 

Dehydrationstest

Nehmen Sie ein Stück Haut des Klienten zwischen Daumen und Zeigefinger. Bleibt die Falte, nachdem Sie losgelassen haben, stehen, liegt ein Wassermangel vor.

 

Wie lässt sich eine Dehydration verhindern?

1. Beobachtung des Trinkverhaltens

Flüssigkeitsreste im Glas, lustloses Nippen statt zügigem Trinken, ein fehlendes Durstgefühl und eine im Vergleich zu früher stark verminderte Trinkmenge erhöhen das Risiko zu dehydrieren. Beobachten Sie das Trinkverhalten des Klienten, um gegebenenfalls einem Wassermangel gezielt entgegenwirken zu können.

2. Das Trinken erleichtern

Das Getränk sollte für den Klienten gut erreichbar sein und schmecken. Was der Klient bevorzugt, lässt sich durch einfaches Nachfragen klären. Ein gewohntes Glas oder die vertraute Tasse erleichtern dem Klienten das Trinken. Sollte sich nach drei Tagen Beobachtung der Verdacht bestätigen, dass die Flüssigkeitszufuhr nicht ausreicht, müssen die Trinkmengen und Zeitpunkte festgelegt werden. Sollte der Klient sich leicht verschlucken, hilft es, die Getränke anzudicken und Hilfsmittel einzusetzen.

 

Natürlich muss die Trinkmenge individuell angepasst werden. Bei bestimmten Krankheiten wie Leberinsuffizienz, Ödemen, Niereninsuffizienz, Dialysetherapie und Herzinsuffizienz kann es sogar nötig sein, die Flüssigkeitsmenge pro Tag zu reduzieren.

 

Was tun bei Flüssigkeitsverlust durch Durchfall?

Wenn Erwachsene mehr als dreimal am Tag ungeformten bis flüssigen Stuhlgang haben, bezeichnet man dies als Durchfall. Bei schweren Formen haben Klienten bis zu 20-mal am Tag das Bedürfnis, sich zu entleeren. Auf Durchfallerkrankungen reagieren Sie am besten wie folgt:

 

1. Vermeiden von Flüssigkeits- und Nährstoffverlust

Generell empfiehlt es sich, den Anweisungen des Hausarztes zu folgen. In der Akutphase ist es wichtig, dass der Klient viel trinkt. Am besten geeignet sind ungesüßte Tees. Als Nahrung bieten sich Bananen, geriebene, rohe Äpfel oder gekochte, passierte Möhren an.

Je nach Appetit können Sie dem Klienten später Hafer- oder Reisschleimsuppe, frische Gemüsesuppe, gekochten Naturreis mit Salz oder gesalzene Pellkartoffeln mit Kräuterquark reichen. Unbedingt vermeiden sollten Sie Zuckerstoffe, Milch, Käse Fleisch, Obstkonserven, Auszugsmehlprodukte, fertige Fruchtsäfte und Kaffee. Die Frage, auf was der Klient Appetit verspürt, ist für die Planung der Mahlzeit immer ein guter Anfang.

2. Zusätzliche Versorgung nach Bedarf

Länger anhaltender Durchfall stellt für den Klienten eine hohe physische und psychische Belastung dar. Gerade jetzt benötigt der Pflegebedürftige viel Verständnis und Zuwendung. Gegebenenfalls kann für die Zeit akuten Durchfalls eine Inkontinenzversorgung sinnvoll sein. Auch die Haut im Anal- und Intimbereich bedarf bei lang anhaltendem Durchfall der besonderen Pflege.

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