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Dekubitusprophylaxe

Dekubitus

Ein weit verbreitetes Problem in der Pflege bettlägeriger Menschen ist das Wundliegen, in der Fachsprache Dekubitus  genannt. Diese lokale Schädigung der Haut oder des darunter liegenden Gewebes macht sich anfangs durch eine Rötung, später durch eine offene Wunde und einen Verlust der Haut und des Gewebes bemerkbar. Dekubitus ist keine eigene Krankheit, sondern wird durch langes, unbewegliches Liegen verursacht. Er verursacht große Schmerzen, besonders dann, wenn sich der Klient bewegt oder ein Verbandwechsel erforderlich wird. So groß die Beeinträchtigung des Wohlbefindens durch Wundliegen ist, so einfach ist es, Druckgeschwüren vorzubeugen.

 

Einschätzung des Dekubitus-Risikos

Wie hoch das Risiko für einen Dekubitus ist, hängt von der Art der Lagerung, der körperlichen Aktivität, der Feuchte der Haut und dem Ernährungsverhalten ab. Um einschätzen zu können, ob ein Klient gefährdet ist, empfiehlt sich eine Einstufung nach der Bradenskala. Wurden 18 Punkte oder weniger ermittelt, liegt ein Dekubitusrisiko vor, dem mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt werden kann.

 

Fingertest zur Dekubitusfeststellung

Ob bereits ein Dekubitus vorliegt, lässt sich ganz einfach über den Fingertest ermitteln. Drehen Sie den Klienten so, dass gerötete Hautstellen an Knochenvorsprüngen sichtbar werden. Drücken Sie mit dem Finger auf die geröteten Stellen. Bleibt die Stelle nach dem Wegziehen des Fingers rot, liegt ein Dekubitus vor.

 

Wie lässt sich Dekubitus verhindern?

 

1. Druckentlastung

Durch Lagerungshilfsmittel, Lagerungstechniken, Transfertechniken und Antidekubitussysteme kann der Druck auf gefährdete Körperstellen reduziert werden. Eine Wechseldruckmatratze bringt erhebliche Druckentlastung. Bei besonderer Gefährdung empfiehlt sich eine Superweichmatratze, die vom Arzt verordnet und bei der Pflegekasse beantragt werden kann.

2. Förderung der Mobilität

Durch leichte Bewegungen lässt sich Dekubitus verhindern. Stellen Sie daher das Bett so in den Raum, dass die Umgebungsreize dem Klienten Anlass geben, sich zu bewegen. Physiotherapeutische Maßnahmen und Anleitungen für passive und aktive Bewegungsübungen wirken dem Wundliegen ebenfalls entgegen. Bestimmte Pflegemittel wie Rutschbretter, Drehscheiben und Lifter unterstützen die Klienten dabei, ihre Position zu wechseln. Ein Mobilisationsplan hilft, die Bewegungsübungen fest in den Alltag zu integrieren.

3. Die richtige Ernährung

Eine energie- und abwechslungsreiche Ernährung  leistet zur Dekubitusprophylaxe einen wichtigen Beitrag. Ideal ist eine eiweißreiche Kost abgestimmt auf den unterschiedlichen Energiebedarf von Frauen und Männern. Die tägliche Trinkmenge sollte 1,7 l nicht unterschreiten.

4. Hautpflege

Zum Waschen verwenden Sie am besten körperwarmes Wasser und eine pH-neutrale, seifenfreie Waschemulsion. Bei starke Geruchsbildung tut eine Lotion gute Dienste, die gründlich abgespült werden muss. Trockene Haut pflegen Sie am besten mit Wasser-Öl-Lotionen, die Sie hauchdünn auftragen.

Bitte kein Melkfett, Vaseline, alkoholische Einreibungen, ätherische Öle, Fön oder Eis und Hautdesinfektionsmittel verwenden!

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