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Mangelernährung

Mangelernährung

Von Mangelernährung  spricht man, wenn die Zufuhr von lebenswichtigen Makronährstoffen wie Proteinen, Kohlehydraten und Fetten und/oder Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen unter dem täglichen Bedarf liegt. Mangelernährung kann zu häufigen Infekten, Verstopfung, Osteoporose und verminderter Leistungsfähigkeit führen. Eine gute Ernährung ist nicht nur die Voraussetzung für den Erhalt des Organismus, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil unserer sozio-kulturellen Identität. Ein Mangel an Nahrung ist gleichbedeutend mit einem Mangel an Lebensqualität.

 

Einschätzung des Risikos der Mangelernährung

Ob sich ein Klient ausreichend ernährt, lässt sich leicht mithilfe der Nutri-Risk-Analyse feststellen. Anhand von vier Schlüsselfragen und des Body Mass Index (Körpergewicht : Körpergröße in m) können Sie das Risiko einer Mangelernährung abschätzen. Ergibt Ihre Einschätzung des Klienten ein Gesamtergebnis von 5 oder mehr Punkten, ist die Gefahr einer Mangelernährung groß und ein Arzt sollte zurate gezogen werden.

 

Anzeichen einer Mangelernährung

Ein deutliches Anzeichen für eine Mangelernährung ist eine rapide Gewichtsabnahme des Klienten. Kommen gleichzeitig mehrere Erkrankungen hinzu und zeigen die verabreichten Medikamente starke Nebenwirkungen, lässt auch dies auf eine mangelhafte Ernährung schließen. Immer wieder beobachtet werden in diesem Zusammenhang eine verminderte Sinneswahrnehmung, Verwirrtheit und körperliche Einschränkungen. Dem Klienten fällt es häufig schwer zu schlucken, er hat wenig Appetit und auch das  Durstempfinden fehlt. Die Folge: Stoffwechselstörungen, Austrocknung, Blutdruckabfall und eine allmähliche Verschlechterung des physischen und psychischen Allgemeinzustands.

 

Ursachen für Mangelernährung

Erkrankungen des Verdauungstraktes, Infektionen, endokrine Funktionsstörungen, Tumore und Zahnprobleme zählen zu den häufigsten Ursachen für eine mangelhafte Ernährung. Psychische Probleme wie Ängste, Depressionen und Vereinsamung tragen ebenso dazu bei, dass die Lust am Essen schwindet. Die ambulante Pflege ist täglich mit weiteren Problematiken konfrontiert, die zur Mangelernährung beitragen. Nicht immer erhalten Klienten beispielsweise die Nahrungsmittel, die sie sich wünschen – teilweise auch deshalb, weil die finanzielle Situation prekär ist. Bewegungseinschränkungen behindern zudem die Nahrungsaufnahme. Nicht alle Klienten bringen in dieser Situation den Mut auf, ihr Hilfebedürfnis klar zu formulieren. Vorhandene Hilfsmittel sind zudem oft unzureichend, die Küchen nicht behindertengerecht ausgestattet. Lebt der Klient allein, entfällt überdies die Freude auf gemeinsame Mahlzeiten als soziales Ereignis. Da das gemeinsame Kochen und Essen im Leben dieser Menschen keine Rolle spielt, ist die Gefahr groß, ungesunder, einseitiger Kost, die schnell zubereitet und verspeist ist, den Vorzug zu geben.

 

Wie lässt sich Mangelernährung verhindern?

 

1. Abwechslungsreiches Nahrungsangebot

Die wichtigsten Maßnahmen gegen eine Mangelernährung sind ein ausreichendes Nährstoffangebot und das Anregen des Appetits. Stellen Sie einen Speiseplan auf, der energiereiche Kost mit hoher Nährstoffdichte enthält. Das bedeutet beispielsweise eine abwechslungsreiche Zusammenstellung von Nahrungsmitteln wie fettreicher Milch und Milchprodukten, Gemüse, Obst, Vollkornprodukten sowie Fleisch und Fisch. Sorgen Sie dafür, dass die Gerichte appetitlich zubereitet sind und einen vollen Geschmack haben. Um den Geschmack zu intensivieren, verwenden Sie reichlich Kräuter und Gewürze. Fragen Sie stets, worauf der Pflegebedürftige Appetit verspürt. Werden persönliche Vorlieben berücksichtigt, fällt das Essen und Trinken leichter.

 

2. Mundgerechte Zubereitung der Nahrung

Es empfiehlt sich, die Nahrung so zuzubereiten, dass der Klient sie mühelos zu sich nehmen kann. Beachten Sie bei Kau- und Schluckbeschwerden die Konsistenz der angebotenen Speisen. Oft hilft es, schlecht zu zerkleinernde oder trockene Bestandteile der Nahrung, wie beispielsweise harte Brotrinde, zu entfernen oder festes Obst zu zerkleinern. Komplett pürierte, breiartige Kost ist in vielen Fällen nicht nötig und fördert nicht den Appetit.

 

3. Gesunde Zwischenmahlzeiten

Da große Essensportionen, insbesondere bei Appetitlosigkeit, meist auf Ablehnung stoßen, ist es sinnvoll, mehrere kleinere Zwischenmahlzeiten anzubieten. Wichtig für viele ältere Menschen ist, dass auch für Zwischenmahlzeiten feste Essenszeiten eingehalten werden.

 

4. Andicken der Nahrung

Betroffene mit starken Schluckstörungen haben häufig Probleme mit sehr dünnflüssiger Nahrung oder Getränken. Diese sind im Mund nur schwer kontrollierbar. Zudem kann sich der Klient, bedingt durch die schnellere Fließgeschwindigkeit bei gleichzeitig verzögertem Schluckreflex, leicht verschlucken. In diesen Fällen hat sich das Andicken der Speisen mit Instant-Dickungsmitteln bewährt. Das geschmacksneutrale Pulver kann in jede Form von kalten oder warmen Getränken, Suppen, Soßen oder pürierten Gerichten eingerührt werden, sodass diese die Konsistenz erhalten, die am leichtesten zu schlucken ist.

 

4. Ungestörte Mahlzeiten

Schaffen Sie außerdem eine ruhige und behagliche Atmosphäre während der Mahlzeiten und vermeiden Sie Störungen oder Ablenkungen.

 

4. Bewegung an der frischen Luft

Sofern es die körperliche Verfassung erlaubt, sollte sich der Klient so viel wie möglich im Freien bewegen. So lassen sich soziale Kontakte knüpfen und der Appetit steigern.

 

5. Essmotivation durch vertraute Rituale

Gerade Demenzkranke leben häufig in der Vergangenheit. Bei diesen Klienten ist der Schlüssel zu mehr Esslust das Zubereiten der Mahlzeiten nach altbekanntem Muster.

 

 

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