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Obstipationsprophylaxe

Obstipation

Obstipation, auch als Verstopfung bekannt, ist keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Sie tritt bei psychischen Erkrankungen, Änderungen im Tagesablauf, Bewegungsmangel, Störungen des Elektrolythaushalts oder der Ernährung auf. Auch bestimmte Medikamente, insbesondere Psychopharmaka, begünstigen eine Verstopfung. Wird sie nicht behandelt, kann dies zum Darmverschluss führen. Bemerkbar macht sich eine Obstipation  durch Völlegefühl, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Blähbauch und Übelkeit. Man spricht bereits dann von einer Verstopfung, wenn der Klient das subjektive Gefühl hat, sich nicht häufig oder ausreichend genug entleeren zu können. Besonders bei Menschen, die an Demenz erkrankt sind, zieht eine Verstopfung häufig ein aggressives oder verweigerndes Verhalten nach sich.

 

Einschätzung des Obstipationsrisikos

Ob eine Klient obstipationsgefährdet ist, lässt sich am leichtesten im Gespräch klären. Fragen Sie Ihre Klienten offen nach deren Verdauung, der Stuhlkonsistenz und den Ernährungsgewohnheiten. Liegt bereits eine Verstopfung vor, empfiehlt es sich, gemeinsam der Ursache auf den Grund zu gehen und die bisherige Behandlung zu betrachten.

 

Wie lässt sich eine Obstipation verhindern?

 

1. Anpassen des Ernährungsverhaltens

Wichtig ist es, den Klienten über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Verdauung zu informieren. Die Nahrung kann daraufhin umgestellt bzw. ergänzt werden. Milchzucker fördert beispielsweise die Verdauung. Stopfende Nahrungsmittel wie Schokolade, Bananen, Weißbrot oder Kuchen sollten eher in Maßen konsumiert werden. Basis für eine optimale Darmtätigkeit ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Nach diesen Grundsätzen können Sie – das Einverständnis des Klienten vorausgesetzt – den Speise- und Einkaufsplan ausrichten.

2. Förderung des Stuhlgangs bei pflegebedürftigen Patienten

Gerade pflegebedürftige Klienten müssen sich schnell und ungehindert entleeren können. Helfen Sie daher umgehend beim Gang zur Toilette oder beim Transfer auf den Toilettenstuhl. Achten Sie darauf, dass Ihr Klient bequem sitzt und seine Intimsphäre gewahrt ist. Lassen Sie ihn allein, aber bleiben Sie in Rufweite. Eine regelmäßige Massage des Bauchs im Uhrzeigersinn lässt sich leicht ins tägliche Pflegeprogramm einbauen und regt die Darmtätigkeit an.

 

Was tun bei einer schweren Obstipation?

Holen Sie unbedingt den Rat eines Arztes ein. Um eine schwere Verstopfung zu lösen, muss häufig ein Kotstein entfernt werden, ehe Abführmittel helfen.

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