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Thromboseprophylaxe

Thrombose

Eine Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einer Vene, Arterie oder in den Herzhöhlen bildet. Für die Entstehung einer Thrombose  gibt es drei wesentliche Faktoren:

1. Es liegt ein Gefäßwandschaden vor (zum Beispiel durch eine Arteriosklerose, Entzündungen oder einen Schaden traumatischer Natur wie Quetschungen oder Verletzungen).

2. Die Blutströmungsgeschwindigkeit ist herabgesetzt (z. B. durch Bettlägerigkeit oder äußeren Druck).

3. Die Blutzusammensetzung hat sich verändert (z. B. durch Blutgerinnungsstörungen, bestimmte Nahrungsmittel, Medikamente).

Thrombose tritt meist in den unteren Extremitäten auf und kann durch Bewegung und weitere Maßnahmen verhindert werden.

 

Wie lässt sich Thrombose verhindern?

1. Regelmäßige Mobilisierung

Durch regelmäßige Bewegungsübungen und häufiges Gehtraining können Klienten einer Thrombose vorbeugen. Generell gilt: Liegen und Gehen sind dem Sitzen und Stehen vorzuziehen.

2. Rückflussfreundliche Lagerung

Durch eine erhöhte Lagerung der Beine im Winkel von ca. 30° wird der venöse Rückfluss gefördert. Stellen Sie das Fußende des Bettes um 20° nach oben und legen Sie ein Kissen unter die Unterschenkel des Klienten.

3. Übungen zur Kräftigung der Gefäßmuskeln

Aktive Übungen (der Klient übt selbstständig): Mindestens viermal täglich, fünf- bis zehnmal sollte der Klient Pedaltreten, Fußkreisen, Zehenspreizen und Zehenkrümmen üben.

Passive Übungen (mit Hilfe der Pflegeperson):

Zur Vorbereitung der Übung halten Sie das Bein des Klienten eine Minute hoch oder lagern es im Winkel von 30°. Danach umfassen Sie den Fuß mit beiden Händen und bewegen ihn ruhig in weiten Kreisen fünfmal in jede Richtung.

4. Förderung des Rückflusses

Bei Einreibungen umfassen Sie das Bein so, dass sich Ihre Finger auf der Beinrückseite befinden. Vom Fuß aus massieren Sie beinaufwärts – mit leichtem Druck und in ovalen Bahnen. Beim Aufwärtsstreichen üben Sie stärkeren Druck aus. Abschließend streichen Sie das Bein mindestens fünfmal von unten nach oben aus.

5. Stützung des Gewebes

Als zusätzliche Maßnahme empfiehlt es sich, dem Klienten Kompressionsstrümpfe anzulegen.

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