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Sturzprävention

Was ist ein Sturz?

Ein Sturz  ist jedes plötzliche, unbeabsichtigte und unkontrollierte Herunterfallen oder -gleiten des Körpers aus dem Liegen, Sitzen oder Stehen auf eine tiefere Ebene.

 

Wie kommt es zu einem Sturz?

Mit zunehmenden Alter nimmt naturgemäß die Reaktionsfähigkeit des Menschen ab. Die Folge: Das Sturzrisiko steigt. Kommen außerdem körperliche und/oder kognitive Erkrankungen oder Behinderungen hinzu, kann mitunter jede Eigenaktivität des Klienten wie das Ein- und Aussteigen aus dem Bett, der Gang zur Toilette etc. zur Gefahr werden. Neben Prellungen und Frakturen zieht ein Sturz oft ein seelisches Trauma nach sich, das Verunsicherung und ein Gefühl der Hilfslosigkeit auslöst. Weitere Risikofaktoren für Stürze sind Sehbeeinträchtigungen, ungeeignete Hilfsmittel z.B. falsches Schuhwerk, Bewegungs- oder bewusstseinshemmende Medikamente, Kontrakturen und Kreislaufprobleme.

 

Welche Folgen haben Stürze?

Ein Sturz hat oft schwerwiegende Folgen. Je nachdem wie stark ein Mensch gestürzt ist, kann es zu schlimmen Verletzungen und dauerhaften Schäden kommen. Häufige Arztbesuche oder gar Krankenhausaufenthalte lassen sich daher meist nicht vermeiden. Trotz Behandlung sind die Folgen von Stürzen häufig noch lange spürbar. In manchen Fällen bleibt die Bewegungsfähigkeit des Betroffenen eingeschränkt, so dass eine kontinuierliche Pflege nötig wird.

 

Was können Klienten/Angehörige gegen Stürze tun?

Ausstattung mit Hilfsmitteln

Stürze lassen sich durch durchaus vermeiden. Tragen Sie beispielsweise rutschsichere Socken und festes Schuhwerk. Rollstuhl, Gehstützen oder Gehwagen schaffen zusätzliche Sicherheit Hüftprotektoren verhindern im Fall eines Sturzes Frakturen am Hüft- und Oberschenkelhalsknochen.

Regelmäßige Bewegungsübungen

Der sicherste Schutz geben Stürze sind Beweglichkeit und Koordinationsvermögen. Bleiben Sie deshalb aktiv und beugen Sie Bewegungseinschränkungen und Kontrakturen durch regelmäßige Krankengymnastik vor. Mit der Mobilisation sollten Sie so früh wie möglich beginnen. Auch die Fähigkeit, Gefahren selbst einschätzen zu können, um angemessen darauf zu reagieren, trägt entscheidend dazu bei, Stürze zu verhindern.

Ausreichende Beleuchtung

Sorgen Sie stets für eine ausreichende, blendfreie Beleuchtung der Wohnräume. Nachts kann ein Orientierungslicht eine große Hilfe sein.

Entfernen von Stolperfallen

Entfernen Sie oder Ihre Angehörigen und/oder Bekannten auf dem Boden liegende Gegenstände wie z. B. Kabel. Es empfiehlt sich, kleine Teppiche sicherheitshalber mit einem Klebeband auf dem Fußboden zu befestigen. Türschwellen oder sonstige bauliche Beeinträchtigungen, die das sichere Gehen gefährden, sollten Sie ebenfalls entfernen lassen. Zur Finanzierung dieses Umbaus kann bei der zuständigen Pflegekasse ein Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen gestellt werden.

Sicherung des Umfelds

Sind Sie Rollstuhlfahrer? Dann achten Sie darauf, dass die Höhe des Rollstuhls ein bequemes Umsetzen erlaubt. Indem Sie das Kipprad feststellen, mindern Sie die Gefahr zu stürzen, erheblich. Der Gefahr aus dem Bett zu fallen, wirken Betten mit seitlichem Gitter entgegen. Sie können bei der zuständigen Pflegekasse beantragt werden.

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