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Persönliches Budget und das Berliner Sondermodell

Berliner haben die Wahl

Menschen mit Behinderungen in Berlin können bei der Art Ihrer Betreuung und Teilhabeleistungen zwischen dem Persönlichen Budget  und Assistenzleistungen im Rahmen des sogenannten LK32 wählen. Beide Betreuungsformen unterstützen die Eigenständigkeit und Flexibilität der Hilfebedürftigen gleichermaßen. Ein kurzer Überblick:

 

Das Persönliche Budget

Viele Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen wollen selbstbestimmt leben und selbst entscheiden, wann, wie, wo und von wem sie Unterstützung zuhause, in der Schule, der Uni, bei der Arbeit oder in der Freizeit in Anspruch nehmen. Hierfür wurde das Persönliche Budget erfunden. Im Alltag benötigte Unterstützungsleistungen können selbst eingekauft und organisiert werden. Seit dem 1. Januar 2008 gibt es einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf diese Geldleistungen. Das Persönliche Budget ist eine Option. Sie erhalten dieses nicht zusätzlich. Sie müssen sich entscheiden, ob Sie künftig (weiter) Sachleistungen oder eine festzulegende Geldsumme erhalten und selbst verwalten.

 

Persönliche Assistenz als Berliner Sondermodell

Gilt das Persönliche Budget bundesweit, profitieren Menschen mit körperlichen Einschränkungen in Berlin von einem Senatsbeschluss aus dem Jahre 1996. Für „nicht planbare pflegerische Bedarfe" und für "Persönliche Assistenz bei schwerer Behinderung oder besonderer Pflegebedürftigkeit" können ambulante Pflegesachleistungen - sogenannten Leistungskomplexe (LK) - gebündelt über einen Pflegedienst abgerechnet werden. Der kümmert sich um alle organisatorischen und administrativen Belange. Wichtig für die Hilfebedürftigen ist hier wie beim Persönlichen Budget eine absolute Freiheit in der Auswahl der Assistenten, bei Arbeitszeiten, Art und Umfang der Hilfleistungen. Einfach formuliert werden mit dem LK 32 die Vorteile einer selbstorganisierten Unterstützung und die professionelle Hilfe eines Pflegedienstes kombiniert. Hier finden Sie dazu nähere Informationen.

 

Pro und Contra Persönliches Budget

Während viele behinderte Menschen beim Persönlichen Budget durch die Wahlfreiheit und Selbstbestimmung, auch durch ihre Arbeitgeberrolle in Ihrer Entwicklung und Teilhabe bestärkt werden, befürchten andere, dass sie mit der Verwaltung ihres Persönlichen Budgets überfordert sind. Der hohe Zeitaufwand für organisatorische und administrative Aufgaben, die Personalsuche und Teamzusammenstellung ist nicht jedermanns Sache. Unsicherheiten gibt es oft darüber, welche Leistungen durch die Zielvereinbarung gedeckt sind. Auch gibt es Sorgen, wie die Qualität selbst organisierter Teilhabeleistungen gesichert werden kann.
Vor Antragstellung fürchten zudem viele Antragsteller ohne bisher vertraute Bezugspersonen den Alltag zu bewältigen zu müssen und dass ihnen mit dem Persönlichen Budget bisher gezahlte Leistungsansprüche gekürzt werden. Nachteilig wirkt sich auch das neue Bundesteilhabegesetz auf das Persönliche Budget aus. Das Wunsch- und Wahlrecht soll ab 2017 unter Kostenvorbehalt stehen und bei der Eingliederungshilfe soll der leistungsberechtigte Personenkreis eingeschränkt werden.

 

Futura berät Sie gerne, damit Sie eine optimale Unterstützung in Ihrer Lebenssituation erhalten.

Lesen Sie hier mehr über Persönliche Assistenz bei Futura:
http://www.futura-berlin.de/persoenliche-assistenz-berlin.html

 

Weiterführende Links zum Persönlichen Budget

Informationsschriften vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zum trägerübergreifenden Persönlichen Budget.

FAQ´s Persönliches Budget

BAMS Broschüre in einfacher Sprache

Gute Beispiele aus der Praxis

Geprüfte Pflegequalität mehr lesen

 

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