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Wie wirken sich Schmerzen aus?

Der Schmerz signalisiert uns Gefahren wie beispielsweise Verbrennungen. Schmerzen können in akuter und chronischer Form auftreten. Der akute Schmerz, auch „bellender Wachhund der Gesundheit“ genannt, tritt häufig bei Entzündungen oder Verletzungen auf und kann durch die Behandlung der Ursache gut therapiert werden.

Chronische Schmerzen können das Denken und Fühlen der Betroffenen vollkommen beherrschen und sich im Laufe der Zeit zu einem eigenständigen Krankheitsbild entwickeln. Der Chronische Schmerz ist oftmals mit einem starken Leidensdruck verbunden. Eine unzureichende Schmerzbehandlung kann für Betroffene gravierende Folgen haben: Persönlichkeitsveränderungen, Depressionen, soziale Isolation und Leistungsschwäche sind nur einige der Folgeerscheinungen lang anhaltender Schmerzen. Schmerzen müssen nicht ertragen werden. Sie können durch eine adäquate Schmerztherapie erfolgreich behandelt werden.

Wie entsteht der Schmerz?

Nach einer Definition der WHO handelt es sich bei Schmerzen um ein „unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das als Folge einer Gewebsirritation oder Gewebsschädigung auftritt“. Schmerz entsteht, wenn mechanische, thermische, chemische oder elektrische Reize einen gewissen Schwellenwert (Schmerzschwelle) überschreiten. Fast überall im Körper befinden sich Schmerzrezeptoren, die auf Reize reagieren und diese durch spezielle Nervenfasern ins Rückenmark leiten. Vom Rückenmark aus gelangen die Informationen weiter zum Großhirn, wo die Schmerzen wahrgenommen und verarbeitet werden. Schmerz ist ein subjektives Phänomen. Daher können nur die Betroffenen selbst zuverlässige Aussagen über den Schweregrad der Schmerzen machen.

 

Was können Angehörige bei Schmerzen des Klienten tun?

Jeder Betroffene mit akuten oder chronischen Schmerzen sowie zu erwartenden Schmerzen sollte auf Anordnung des Arztes ein angemessenes Schmerzmanagement erhalten. In der Schmerzbehandlung kann bereits auf sehr erfolgreiche Therapien zurückgegriffen werden. Es stehen Schmerzmedikamente bereit, die bis zu 72 Stunden wirken. Schmerzen können so auf ein erträgliches Maß reduziert oder ganz beseitigt werden. Abhängigkeiten müssen beim Einsatz von Opiaten nicht befürchtet werden.

Oft hilft es Betroffenem, wenn sich Angehörige in die schwierige Situation einfühlen. Sie können Zuversicht vermitteln und den Betroffenen dazu ermutigen, professionelle Hilfe anzunehmen.

Was kann der Klient bei Schmerzen tun?

Schmerzen protokollieren

Führen Sie ein Schmerztagebuch, in welchem Sie begleitende Symptome wie z. B. Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung festhalten. Diese Informationen erleichtern die Diagnose und medikamentöse Behandlung. Ein intensiver Kontakt zum behandelnden Arzt ermöglicht eine schnelle und befriedigende Einstellung auf die Medikamente.

Schmerzmessinstrumente nutzen

Es gibt verschiedene Skalen, mit denen Sie die Intensität Ihrer Schmerzen einschätzen können. Sie benötigen dazu ein Lineal mit einer Zahlenskala 0 (schmerzfrei) und 10 (starke Schmerzen). Mit Ihrer Einschätzung helfen Sie dem Arzt, die Wirksamkeit und Dosierung Ihrer Medikamente genau abzustimmen.

Richtige Ernährung

Sorgen Sie für eine ausgewogene und ballastreiche Nahrung. Schmerzmittel, vor allem Opiate, sind dafür bekannt, dass sie die Darmfunktion einschränken und Verstopfung auslösen.

Regelmäßige Medikamenteneinnahme

Halten Sie sich unbedingt an die ärztlichen Anweisungen und an die vereinbarten Zeiten zur Medikamenteneinnahme. Indem Sie für einen gleichmäßig hohen Wirkstoffspiegel sorgen, verhindern Sie, dass Schmerzen erneut auftreten.

Rat vom Schmerztherapeuten

Vertrauen Sie sich einem Spezialisten an. Schmerztherapeuten zeigen Ihnen verschiedene Handlungsmöglichkeiten auf, wie Sie Ihren Schmerzen besser begegnen können.

Rechtzeitige Schmerzbehandlung

Halten Sie Schmerzen nicht unnötig aus. Schmerzen haben eine Signalfunktion und wollen gehört werden. Durch nicht beachtete, wiederholte Schmerzsignale kann sich ein Schmerzgedächtnis herausbilden. Ähnlich wie beim Phantomschmerz nach einer Amputation kann der Schmerz auch nach Beseitigung der Ursache bestehen bleiben.

Suche nach alternativen Behandlungsformen

Suchen Sie nach alternativen Wegen und Therapien. Kalte oder warme Auflagen, Ölwickel, Lagerungstechniken, Reflexzonentherapie, Akkupunktur, Entspannungstechniken, Atemtherapie, Phytotherapie, Homöopathie, Aromatherapie und viele andere Möglichkeiten können Ihnen dabei helfen, den Schmerz zu lindern und Ihre Autonomie zurückzugewinnen.

Austausch mit anderen

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Ihre Sorgen mit anderen Betroffenen. Suchen Sie Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen auf.

Ablenkung im Alltag

Sorgen Sie für Ablenkung und überlegen Sie sich, was Ihnen Freude macht. Hören Sie Musik oder gehen Sie einem Hobby nach, das Sie auf andere Gedanken bringt.

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